Stellungnahmen zur beabsichtigten Änderung des Schulgesetzes

hier a) die Stellungnahme der GEW vom 8.2.2018 in der Anhörung zur geplanten Schulgesetzänderung:

zu § 183 c Abs. 5 - Inklusion

Ziel dieser Änderung soll gemäß Begründung die Gestaltung eines Übergangszeitraums für die weitere Umsetzung der Inklusion im Bereich der schulischen Bildung sein. Es ist unstrittige Tatsache, dass es der gelingenden Inklusion zurzeit sowohl noch an qualifiziertem Personal als auch an ausreichenden Ressourcen fehlt. Andererseits sind Prozesse eingeleitet und Konzepte entwickelt worden, die ihre Wirkung gerade erst zu entfalten beginnen; sei es die Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams oder die Implementierung der RZI. Das Nebeneinander von RZI und Förderzentrum bzw. Förderschule verhindert eine klare Rollen- und Aufgabenzuweisung. Unstrittige Tatsache ist auch, dass die Umsetzung der Inklusion Zeit benötigt, sowohl hinsichtlich ihrer Implementierung als auch hinsichtlich ihrer Akzeptanz und des erforderlichen nachhaltigen Perspektivwechsels in der Gesellschaft. Der nun vorgesehene zusätzliche Zeitfaktor dient allerdings nicht der Stärkung der Inklusion, sondern schafft unnötig weitere Verunsicherung. Sich der Verantwortung in dieser Phase zu entziehen, diese den Schulträgern zu übertragen und sie anzuhalten - so der Minister in Landtag - "einen geeigneten Plan zu entwickeln, wie nach Ablauf des Bestandsschutzes die Inklusion vor Ort umgesetzt werden soll", steht dem entgegen, was jetzt nötig ist: Klare Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine sinnvolle Bündelung sowie ein Ausbau der Ressourcen.

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