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Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.

Hannover. „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ So nennen der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen und das Forum Artikel 30 ihre gemeinsame Kampagne, mit der sie gegen den Stillstand in den Bereichen Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit protestieren. Der Auftakt dazu findet am 4. Mai um „fünf vor zwölf“ statt. Danach tourt die Kampagne durch ganz Niedersachsen.

Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung liegt in Niedersachsen derzeit auf Eis und auch in Sachen Barrierefreiheit ist noch einiges zu tun – beispielsweise im Bereich bezahlbarer Wohnraum. Was die Teilhabe von Menschen mit Behinderung angeht, ist es also im wahrsten Sinne des Wortes fünf Minuten vor Zwölf.

Deshalb haben der SoVD und das Verbände Bündnis Forum Artikel 30 die Kampagne ins Leben gerufen. Der offizielle Startschuss dazu fällt am 4. Mai 2018 um 11.55 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Kröpcke in Hannover.

Dabei werden SoVD-Vizevorsitzender Bernhard Sackarendt, SoVD-Landesgeschäftsführer Dirk Swinke und der Forumssprecher Karl Finke deutlich machen, an welchen Stellen es noch hakt und was dringend geändert werden muss.

In einer Talk-Runde zum Thema „Inklusion in Niedersachsen: Setzen, 6! Oder 1 mit Sternchen?“ diskutieren die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Mareike Wulf und die stellvertretende FDP-Landesvorsitzende Sylvia Bruns mit betroffenen Eltern, die ihr Kind inklusiv beschulen lassen (möchten).

Dazu gibt es Musik von der inklusiven Band „The Boppin’ Blue Cats“ der Lebenshilfe Peine-Burgdorf. Außerdem ist der Rolling Chairs Isernhagen e.V. mit einem Rolli-Parcours vor Ort, und es gibt zahlreiche Aktionen zum Mitmachen sowie spannende Infos.

Mehr zu der Veranstaltung und der Kampagne finden Sie unter www.sovd-nds.de und www.ich-werde-behindert.de/nds.